Thema: Aussitzen im Trab

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vom 22.03.2010 um 16:12 Uhr

Sandra Diehr


Ich brauche dringend Hilfe: Wenn ich meine RB, einen 180cm grossen Wallach, im Trab reite, hab ich bei dem ganzen Schwung Schwierigkeiten auszusitzen. Ich versuche ständig, mich als "schweren Sack" oder ähnliches vorzustellen, doch ich bleibe kaum sitzen. Bei anderen, kleineren Pferden, fällt mir das Aussitzen leichter. Habt Ihr Tipps, wie ich dem Problem Abhilfe schaffen kann?

vom 22.03.2010 um 17:05 Uhr

Annemarie Freitag


Schwingt das Pferd locker über den Rücken? Es wird Dir nämlich besonders schwer fallen, wenn dies nicht der Fall ist.
Wenn das o.g. sicher ist, hilft nur der alte Trick: Bügel ab und wenigstens 10 Tage komplett (inkl. Leichttraben) ohne Bügel reiten.
Es ist anstrengend, aber es hilft ungemein ;-)
Viel Erfolg!

vom 22.03.2010 um 18:11 Uhr

Svenja F. Dieser User ist Persönliches Mitglied in der FN und genießt zahlreiche Vorteile


Sandra ... schrieb:
Ich brauche dringend Hilfe: Wenn ich meine RB, einen 180cm grossen Wallach, im Trab reite, hab ich bei dem ganzen Schwung Schwierigkeiten auszusitzen. Ich versuche ständig, mich als "schweren Sack" oder ähnliches vorzustellen, doch ich bleibe kaum sitzen. Bei anderen, kleineren Pferden, fällt mir das Aussitzen leichter. Habt Ihr Tipps, wie ich dem Problem Abhilfe schaffen kann?


Orientiere dich mal etwas in Richtung centered Riding (Sally Swift), Eckhard Meyners oder Susanne von Dietze...alle haben wundervolle Bücher geschrieben, die dem Reiter Übungen zur Sitzverbesserung näherbringen. Natürlich lernt man sitzen nicht durch lesen, aber diese Übungen können einem auch im Selbststudium schon etwas weiterhelfen. Am effektivsten ist Sitzunterricht bei einem lizensierten Trainer.

Die Federung im Becken entsteht nur, wenn das Becken waagerecht ist. Viele drücken einfach nur den unteren Teil des Beckens durch und kippen die Vorderseite des Beckens nach unten. Dann ist das Kreuzbein direkt über den Sitzbeinen und es kann nix federn.

vom 22.03.2010 um 20:14 Uhr

Verena Schnieders


Kann mich Svenja Empfehlungen nur Anschließen...
Balance in der Bewegung u. die meyners Bücher sind wirklich super...

Zu Annemarie´s Tipp...
das ist nicht immer das richtige,
denn viele Reiter fühlen sich ohne Bügel unsicher (Psychoeffekt) und fangen dann an zu klammern (mit dem Oberschenkel), dadurch wird man dann zwangsläufig fest in der Mittelpositur u. der Unterschenkel wird unruhiger...

Lege ruhig die Bügel mal über, dann strecke die Füße vörwärts seitwärts vom pferd weg, so dass du wirklich auf dem Hintern sitzt und achte darauf, dass du wirklich im Mittelpunkt des Sattels sitzt.
Dann lege die Beine wieder ganz entpannt in die richtige Position ans PFerd.
Mit hilft dieses Übung ein paar mal wiederholt viel besser, als lange ohne Bügel reiten.

Ich selber fange, wenn ich keine Kraft (eher im Sinne von Ausdauer) habe an mit dem Oberschenkel zu klammern u. dann beginnt der o. erläuterte Kreislauf...

LG VERENA

vom 24.03.2010 um 10:30 Uhr

Daniel Oley Dieser User ist Persönliches Mitglied in der FN und genießt zahlreiche Vorteile


Ich fang den Schwung über meinen Rücken ab, einfach locker draufsitzen und locker im Rücken mitbewegen. Wenn du dann noch einiges in den Absatz schwingen lässt dürfte es kein Problem sein.

vom 28.03.2010 um 12:20 Uhr

Diana Landskron


hm , ich hatte auch ein pflegepferd was ich nie wirklich aussitzen konnte.
es hilft echt doll, ohne sattel zu reiten , nur mit gurt und schabracke.
am besten wie schon gesagt ohne steigbügel reiten und einfach sich mal ein paar tage durchquälen.

wenn das dann ueinbisschen besser funktioniert,
den schwung mit der hüfte ausgleichen, je doller der schwung desto doler mit der hüfte mitschieben.
die bewegung des pferdes also mit der hüfte ausgleichen.
nicht die sattelberührung verlieren immer schieben und schieben.

übung macht den meister- einfach üben , irgendwann sitzt du super.

vom 28.03.2010 um 20:29 Uhr

Svenja F. Dieser User ist Persönliches Mitglied in der FN und genießt zahlreiche Vorteile


Bitte, bitte nicht "schieben" !!! Der Pferderücken hebt und senkt sich und im Trab splittet man die Bewegung in eine Vorwärts-Aufwärts und vorwärts-Abwärtsbewegung (ähnlich Sinuskurvenverlauf). Nie einfach nur senkrecht abwärts sitzen und schon gar nicht schieben !!!

Und nur kleine Reprisen im aussitzen reiten und diese dann steigern.

vom 28.03.2010 um 21:49 Uhr

Diana Landskron


hm @ svenja: mir hat aber jeder reitlehrer erklärt mit der hüfte mit schieben
naja nicht direkt schieben
sondern in der hüfte locker sizen und die bewegung des pferdes ausgleichen.

vom 29.03.2010 um 07:54 Uhr

Svenja F. Dieser User ist Persönliches Mitglied in der FN und genießt zahlreiche Vorteile


@ Diana: Schieben ist ein vor-zurück und das findest du so in keiner Gangart. (auch wenn viele das gerade fälschlicherweise im Schritt so praktizieren) Ein RL der sowas erzählt, erzählt schlichtweg Mist.

vom 01.04.2010 um 19:45 Uhr

Ada W. Dieser User ist Persönliches Mitglied in der FN und genießt zahlreiche Vorteile


ich kenne das! ich bin früher auch mal einen 1,80m Wallach geritten. Große Pferde sind meistens schwer auszusitzen. Die müssen wirklich reell über den Rücken gearbeitet sein, damit man da ordentlich mitschwingen kann. Vor allem, wenn man nicht so geübt ist.
Ich würde vielleicht sogar mal eine Longenstunde nehmen. Dann musst du dich nicht auf alles andere konzentrieren, sondern musst wirklich nur auf deinen Sitz achten. Dann immer nur kurze Präzisen aussitzen und die dann verlängern. Und achte darauf, dass deine Beine wirklich locker runterhängen und wenn du mit Steigbügel reitest, dass du im Absatz schön mitfederst. Ganz wichtig, weil du so das "Gehuckele" besser ausgleichen kannst.
Und damit du weißt, ob dein Becken wirklich waagerecht ist, kippe dein Becken einfach mal ab. Probiere ein bisschen rum, was Funktionen dein Becken hat. Hört sich jetzt doof an, aber mir hat es sehr geholfen. Auch allgemein beim Reiten, weil du dann besser weißt, wie du dein Becken überhaupt einsetzen kannst und musst. Probieren es erst auf einem Stuhl zu Hause aus, dann auf einem stehenden Pferd, dann im Schritt, dann im Trab (kurz aussitzen und es ausprobieren) und dann im Galopp. Am Besten vor einem Spiegel (geht natürlich nur gut im Stand und wenn du auf einem Stuhl sitzt). Mir ist es nämlich am Anfang schwer gefallen den Unterschied zwischen Hohlkreuz und gerade sitzen zu erkennen. Wenn du im Hohlkreuz sitzt, kannst du nämlich auch nicht mitschwingen und dann ist alles üben umsonst!

Und grundsätzlich gilt: üben, üben, üben und Geduld haben! Du lernst das schon! :-)

LG Ada

Bearbeitet von Ada W., vor 5 Monat(en)

vom 12.04.2010 um 20:00 Uhr

Laura Entenhausen


Wa mir gut dabei gholfen hat auszsitzen ist, dass ich die Schultern entspannt habe und mich ein wenig, da ich öfters nach vorne gefallen bin, nach hinten zu lehnen, ganz zu entspannen und darauf zu achten, dass man Kerzengerade in der gesamten Wirbeläule ist
Ich habe nämlich schlechte Erfahrungen mit dem ausitzen und damit verbndenen angaloppieren gemacht und hatte auch ein bisschen Angst davor gehabt, dass hat sich mitlerweile aber gelegt.

vom 29.07.2010 um 12:45 Uhr

Franzi Wolff


das problem mit dem aussitzen im trab habe ich auch... als ich reiten geklernt habe (auf warmblütern) konnte ich das meiner größe entsprechend. nachdem ich den dreh rasuhatte konnte ich das auch seh gur :P dann hab ich den stall gewechselt und mit einen sitzfehler angeeignet -.- jop, ich hab den stuhlsitz und damit wird das aussitzen im trab erschwert. tja, seid jahren reite ich in dem stall, seid etwa 2 jahren hab ich den sitzfehler der NIE korrigiert worden ist. habe or mir bücher zu kaufen. sonst kann ich auch nur sagen was mir gesagt worden ist: steigbügel überschlagen, beine durchstrecken,etwas nach hinten kehnen, schulter locker lassen... werde demnächst an die lomge genommen damit ich mich nur auf den sitz konzentrieren kann (stallwechsel). vlt hilft dir das ja auch. jemand fragen ob der dich an die longe nehmen kann damit du dich nur auf das aussitzen konzentrieren kannst :)

vom 29.07.2010 um 12:45 Uhr

Franzi Wolff


das problem mit dem aussitzen im trab habe ich auch... als ich reiten geklernt habe (auf warmblütern) konnte ich das meiner größe entsprechend. nachdem ich den dreh rasuhatte konnte ich das auch seh gur :P dann hab ich den stall gewechselt und mit einen sitzfehler angeeignet -.- jop, ich hab den stuhlsitz und damit wird das aussitzen im trab erschwert. tja, seid jahren reite ich in dem stall, seid etwa 2 jahren hab ich den sitzfehler der NIE korrigiert worden ist. habe or mir bücher zu kaufen. sonst kann ich auch nur sagen was mir gesagt worden ist: steigbügel überschlagen, beine durchstrecken,etwas nach hinten kehnen, schulter locker lassen... werde demnächst an die lomge genommen damit ich mich nur auf den sitz konzentrieren kann (stallwechsel). vlt hilft dir das ja auch. jemand fragen ob der dich an die longe nehmen kann damit du dich nur auf das aussitzen konzentrieren kannst :)

vom 30.07.2010 um 12:26 Uhr

Bianca Nöll Dieser User ist Persönliches Mitglied in der FN und genießt zahlreiche Vorteile


Ich kenn das Problem. Es gibt ein Pferd, was ich absolut nicht aussitzen kann, also nur sehr sehr schwer und dabei habe ich das Gefühl, dass ich im Sattel rumhüpfe :-D Er ist sehr groß und hat einen wahnsinnigen Schwung. Da kann ich noch so viel im becken mitschwingen, ich bekomm es nur sehr schwer hin.

vom 30.07.2010 um 23:13 Uhr

Grand Ecuyer Dieser User ist Persönliches Mitglied in der FN und genießt zahlreiche Vorteile


ein altbekanntes Problem... wie schon ober von einigen anderen beschrieben: Ein Pferd das nicht wirklich locker im Rücken schwingt - Kann man nicht aussitzen...
Vielleicht gibt es Leute die drauf sitten bleiben... dazu mag es Tricks und Tips geben... um die Stöße abzufangen...
Das eigentliche Problem wird nicht gelöst...
Wenn ich richtig verstanden habe handelt es sich ja nicht um ein Schulpferd (da kann man ja leider selbst kaum dran arbeiten... an den armen Dingern)... sondern um Deine RB... da kannst Du ja selbstständig arbeiten...
Geh erst einmal einen Schritt zurück... und frag Dich "warum" kann ich nicht sitzen...
Am Schwung liegt es meist nicht... sondern an anderen Dingen... wenn das Pferd richtig trabt... dann entschteht ein leicht federnder Schwung der den Reiter mitnimmt... ist das Pferd aber über Tempo und rennt seinem eigenen Gleichgewicht hinterher.. dann "hört" man das Pferd oft auch... und diese Stöße schmeissen denn Reiter aus dem Sattel... und nehmen in dann auf einen Ritt wie auf einer alten Nähmaschine mit... huppel... huppel...
Wichtig ist dass beim Trab in dem man sitzen will... eine Versammlung vorhanden ist... und das Vorwärts dominiert... also das vorschwingende innere Hinterbein muss dominant in der Bewegung sein... nicht das nach hinten heraustretende...
Kannst Du das vorschwingende Bein fühlen?... Wann fusst das Bein ab ? Achte auf die Bewegung der Hüfte des Pferdes und deiner eigenen... es ist eine 3-Dimensionale Bewegung... KEIN Vor und Zurück...
deshalb auch WICHTIG... NICHT Schieben... das macht beide - Reiter und PFerd... steiff und führt zu Blockaden...
Wenn Du fühlen kannst... und schon weiter bist ->
Oft hilft Schulterherein... im Schritt und daraus antraben... und im Schulterherein wieder anhalten... kurzen Moment warten wieder antraben...
Übergänge Schritt - Trab ... Trab Schritt... helfen auch...
Wichtig... wenn Du nicht sitzen kannst... wieder in den Schritt... und neu antraben... im Schritt erfühlen... versammeln und aus der Versammlung antraben...
Schaukel kann auch helfen... Anhalten... Rückwärts... vorwärts... rückwärts... aus dem Rückwärts antraben...
Und schau was Dir und Deinem Pferd hilft...